MEHR! Radio – Das Metropolenradio im Ballungsraum Düsseldorf

Startschuss für regionales Digitalradio in NRW

Der Einstieg in die digitale Radioübertragungstechnik für Nordrhein-Westfalen nimmt konkrete Gestalt an. Mit MEHR! Radio hat in NRW das erste Radio eine Sendelizenz erhalten, das hauptsächlich auf den neuen digitalen DAB+-Standard setzt.

Wir sind angetreten, im Ballungsraum Düsseldorf ein neues, frisches Metropolenradio ins Leben zu rufen. Jetzt, da es mit uns einen ersten regionalen Anbieter gibt, der aus NRW für Menschen in NRW digitales Radio macht, kann die Landesanstalt für Medien die ersten Frequenzen für DAB+ vergeben. Der jahrelange Dornröschenschlaf in Sachen Radio ist bald zu Ende.

Darum MEHR! Radio

Der Name „MEHR! Radio“ ist Programm. Nordrhein-Westfalen braucht dringend mehr Radiosender. Für die meisten Menschen in NRW gibt es nur den WDR und ein Lokalradio. Aber die Landesregierung will NRW digital fit machen und Start-Ups fördern. Das verstehen wir als deutliche Aufforderung an junge Unternehmen, Impulse zu geben, Investitionen gerade in NRW zu tätigen und die Digitalisierung mitzugestalten. Von Politik, Wirtschaft und Kulturszene haben wir positives Feedback erhalten.

Im geplanten Sendegebiet (Ballungsraum Düsseldorf) leben rund vier Millionen Menschen. Dieser Ballungsraum bietet alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Medien-Start-Up. Bei Wirtschaftskraft (BIP), Kaufkraft, Einkommen und Einzelhandel belegt die Region stets Spitzenplätze.

„MEHR! Radio!“ wird einen Mehrwert im Sendegebiet schaffen und die Medienlandschaft bereichern. Unser Ziel: Mehr Medien- und Anbietervielfalt.

Darum DAB+

Das letzte analoge Massenmedium wird digital, unweigerlich. UKW wird mittelfristig keine Rolle mehr spielen. Einzelne Länder wie Norwegen, Schweiz und Großbritannien haben UKW bereits abgeschaltet oder werden dies in nächster Zeit tun. Gerade regionale Angebote erfahren eine große Nachfrage. In Berlin, Hamburg und Rhein-Main-Gebiet sind bereits sämtliche Kapazitäten belegt.

Der Übertragungsstandard DAB+ hat in den letzten beiden Jahren eine dynamische Entwicklung zu verzeichnen. Nach einer Untersuchung des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) besitzen 22% der Deutschen ein Digitalradio. 2015 waren es gerade einmal 14%. Alleine 2016 stieg der Umsatz mit DAB+-Geräten um 27,5% und 1,2 Millionen Geräte. Dagegen verzeichneten analoge Geräte einen Rückgang um 11%.

DAB+ hat viele Vorteile, u. a.

  • Mehr Sender, also mehr Vielfalt
  • Glasklarer digitaler Klang
  • Günstiger Betrieb der Sendeanlage

Auch Nordrhein-Westfalen benötigt digitale Impulse, die wir gern mit anstoßen wollen.

http://www.digitalradio.de

www.dabplus.de

Aktuelles

MEDIENBERICHTE

Meinungsbarometer.info, 28. März 2018

ERSTES DAB+ PRIVATRADIO STARTET IN NRW

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat „MEHR! Radio UG“ eine Sendelizenz für DAB+ erteilt. Für den Gesellschafter von MEHR! Radio, Lutz Sonntag, ist der Titel durchaus auch Programm. „Nordrhein-Westfalen hat hier Nachholbedarf, zumal die neue Landesregierung explizit NRW digital fit machen und Start-Ups fördern möchte. Wir sind überzeugt, dass von den derzeit diskutierten Übertragungswegen DAB+ das größte Potential für den Hörfunk hat. UKW ist ein bewährter Übertragungsweg, aber die Möglichkeiten sind in NRW einfach erschöpft. Natürlich erhoffen wir uns auch mit unserem Engagement, dass die  Verbreitung über DAB+ schneller an Fahrt gewinnt.“

Die LfM hat „MEHR! Radio UG“ eine Sendelizenz für DAB+ erteilt. Was steckt hinter Ihren Engagement und dem neuen Programm?

Unser Engagement zielt im Wesentlichen auf mehr außenplurale Vielfalt in NRW, also mehr Sender. Der Name „MEHR! Radio“ ist also durchaus auch Programm. Nordrhein-Westfalen hat hier Nachholbedarf, zumal die neue Landesregierung explizit NRW digital fit machen und Start-Ups fördern möchte. Das verstehen wir als deutliche Aufforderung an junge Unternehmen, Impulse zu geben, Investitionen gerade in NRW zu tätigen und die Digitalisierung mitzugestalten.

Warum haben Sie sich für den Übertragungsstandard DAB+ entschieden?
Wir sind überzeugt, dass von den derzeit diskutierten Übertragungswegen DAB+ das größte Potential für den Hörfunk hat. UKW ist ein bewährter Übertragungsweg, aber die Möglichkeiten sind in NRW einfach erschöpft. Das Thema 5G haben wir durchaus im Blick, wir können ja das Eine tun ohne das Andere zu lassen, aber kurz- oder mittelfristig sehen wir 5G nicht. Die zeitlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sind noch zu unklar, um darauf ein zuverlässig kalkuliertes Geschäftsmodell aufzubauen. Selbst 4G ist heute noch nicht annähernd flächendeckend verfügbar. DAB+ bietet uns die größten Chancen, insbesondere wegen der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Das haben uns Staatskanzlei und Bundesnetzagentur ausdrücklich bestätigt. Allerdings ist auch zu hören, dass unsere niederländischen und belgischen Nachbarn schon Begehrlichkeiten auf die Frequenzen haben. Hier sollte sich NRW fragen, ob die Fehler bei UKW in den 80er Jahren wiederholt werden und ökonomische NRW-Ressourcen ohne Not weggegeben werden.

Bisher sind die Privatradios in NRW für ihre Blockadehaltung bei DAB+ bekannt. Ist Ihr Engagement auch als ein Startschuss für die Digitalisierung von UKW hin zu DAB+ zu verstehen?
Natürlich erhoffen wir uns mit unserem Engagement, dass die  Verbreitung über DAB+ schneller an Fahrt gewinnt. Die Lokalradios als UKW-Betreiber zeigen sich bisher noch zurückhaltend bei der Digitalisierung. Das ist auch ihr unternehmerisches Recht. Trotzdem haben wir der LfM angeboten, den betroffenen Lokalradios im Verbreitungsgebiet Sendeplätze auf der Plattform freizuhalten.

Wann und wo wird „MEHR! Radio“ das erste Mal zu empfangen sein? Planen Sie künftig eine Ausweitung des Sendegebietes?
Das Wo ergibt sich aus unserer Lizenz für den Ballungsraum Düsseldorf. Zum Wann: Die Investoren und wir stehen in den Startlöchern und möchten am liebsten sofort loslegen, sobald wir eine Übertragungskapazität zugewiesen bekommen. Die rechtlichen und frequenztechnischen Voraussetzungen liegen ja vor. Wir warten nun darauf, dass die LfM dem einstimmigen Mandat der Medienkommission für „MEHR! Radio“ jetzt auch folgt und eine Übertragungskapazität bei der Staatskanzlei anfordert. Jetzt hat sie die Chance, gemeinsam mit uns die politisch beabsichtigte Digitalisierung des letzten noch analogen Massenmediums auch in NRW anzuschieben.

Wir sind von DAB+ überzeugt, aber wie schnell die Digitalisierung des Hörfunks voranschreitet, können auch wir nicht absehen. Wachsen will jeder, und bei entsprechender Akzeptanz von DAB+ sind wir vorbereitet, noch mehr „MEHR! Radio“ zu machen.

https://www.meinungsbarometer.info/beitrag/Erstes-DABplus-Privatradio-startet-in-NRW_2871.html

radioWOCHE.de, 19. März 2018

MEHR! Radio will in Düsseldorf DAB+ Multiplex betreiben

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist in der Vergangenheit nicht gerade als Motor der Hörfunkdigitalisierung bekanntgeworden. Die letzte Ausschreibung für DAB+-Kapazitäten fand im Jahr 2012 statt. Potentielle Kandidaten beißen in NRW auf Granit. In der jüngsten Sitzung der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW erhielt nun „MEHR! Radio“ eine Sendelizenz ohne Verbreitungsweg. Wo und wann das Programm auf Sendung gehen wird, verrät uns Stefan Kleinrahm, Gesellschafter von „MEHR! Radio“.

radioWOCHE: Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW hat in ihrer 31. Sitzung einstimmig der „MEHR! Radio UG“ eine Sendelizenz erteilt. Wo und wann werden unsere Leser ihr Radioprogramm empfangen können?

Kleinrahm: Der Verbreitungsweg ist DAB+ und es handelt sich um ein Ballungsraumradio im Raum Düsseldorf. Der Zeitpunkt ist noch unklar, wir haben jetzt die Lizenz zur Veranstaltung des Programms, aber wir brauchen noch eine Übertragungskapazität, die haben wir im Moment noch nicht.

radioWOCHE: Die Lizenz wurde an ein regionales Spartenprogramm erteilt. Welche Sparte wird ihr Programm bedienen?

Kleinrahm: Die Sparte ist „Musik und Unterhaltung“. Das liegt daran, dass es nur die vier Sparten gibt: „Bildung“, „Beratung“, „Information“ und „Unterhaltung“. Wir haben uns für ein moderiertes Radioprogramm entschieden in der Sparte „Unterhaltung“.

radioWOCHE: Wie konkret sind ihre Programmplanungen bzgl. der Inhalte oder Musikfarbe?

Kleinrahm: Die haben wir natürlich schon ausgeplant, insbesondere was die Musikfarbe und die Inhalte betrifft. Die Inhalte sind ein moderiertes Programm mit Meldungen und Information mit dem Schwerpunkt Moderation. Es wird auch Korrespondentenberichte und Nachrichten geben, die wir dann zukaufen werden. Gebaute Beiträge oder Reportagen werden wir selber nicht machen.

radioWOCHE: Wofür steht das „mehr“ mit dem Ausrufezeichen im Namen ihres Senders?

Kleinrahm: Erstmal sind wir als Radiomacher Leute, die finden, es müsste mehr Radio geben. Der Name ist praktisch Programm. Wir möchten mehr Radio, wir möchten mehr Vielfalt, und deswegen ist das ein Grund, weswegen wir uns für „Mehr!Radio“ entschieden haben. Das ist eine Bezeichnung, die wir passend finden. Wir wollen mehr „außenplurale Vielfalt“. Wir haben hier in Nordrhein-Westfalen eine Situation, dass wir nur ein Privatradio haben – ein einziges – nämlich die Lokalradios. Sie wissen wahrscheinlich auch, dass die Radiomacher in Nordrhein-Westfalen seit Jahren die „außerplurale Vielfalt“ – das heißt mehr Sender in der Luft – erhöhen möchten, um mehr Vielfalt zu haben. Das transportiert der Begriff „Mehr Radio“.

radioWOCHE: Im Januar 2017 haben sie ihr Unternehmen gegründet, im Februar 2018 haben sie ihre Sendelizenz erhalten, wie schätzen Sie die Situation in NRW ein, wann wird das Signal vom „MEHR! Radio“ das erste Mal zu empfangen sein?

Kleinrahm: Realistisch gesehen gehe ich nicht mehr von diesem Jahr aus. Das hängt damit zusammen, dass wir die Übertragungskapazität brauchen. Die LfM – die Medienbehörde bei uns – erkennt unseren Bedarf an, zögert aber noch, weil sie einen Konflikt mit den bestehen Lokalradios sieht. Unserer Auffassung nach gibt es dafür keinen Anlass. Der Konflikt besteht nicht. Im Gegenteil, wir haben der Medienanstalt angeboten und bieten den Verlegern, den Platz im Multiplex für ihre Lokalradios freizuhalten, damit es für die Verleger die Möglichkeit gibt, später einzusteigen.

radioWOCHE: Man weiß nicht, welchen Multiplex die Verleger nutzen wollen, ob den Regionalmultiplex für den Niederrhein oder einen Lokalmultiplex für die Stadt Düsseldorf. Das heißt „MEHR! Radio“ bewirbt sich um einen lokalen Multiplex für die Region Düsseldorf?

Kleinrahm: Es gibt die 45 Verbreitungsgebiete, also auch die 45 Lokalradios und für unser Verbreitungsgebiet – was der Ballungsraum Düsseldorf ist – wären natürlich die Plätze für die Verleger frei, weil wir die freihalten. Wo die Verleger hinmöchten, haben sie sich noch nicht geäußert. Sie haben die Möglichkeit, auf der Plattform ihre Programme unterzubringen.

radioWOCHE: Warum bewerben Sie sich um DAB+ und nicht um UKW?

Kleinrahm: Weil es nicht geht. In Nordrhein-Westfalen ist die Situation so, dass es mehrere Versuche gegeben hat, zusätzliche UKW-Frequenzen zu besetzen. Die Frequenzen wurden auch teilweise durch die Bundesnetzagentur benannt, die aber mehr oder weniger im Nirvana verschwunden sind und daher nicht nutzbar waren. Ein UKW-Betrieb für neue Anbieter ist de facto in Nordrhein-Westfalen nicht realistisch. DAB+ bietet sich natürlich da an, weil es mehr Programmplätze bietet.

radioWOCHE: Es gibt in NRW „eingefrorene“ UKW-Frequenzen, nach einem Versuch durch die LfM NRW, die Frequenzen an einen Anbieter zu vergeben und Frequenzen des britischen Soldatensenders BFBS, die an das Land NRW zurückgegeben werden sollen. Glauben Sie, dass man sich um diese Frequenzen bewerben können wird?

Kleinrahm: Davon gehen wir nicht aus.

radioWOCHE: Wie schnell rechnen Sie mit einer Kapazitätszuweisung, und wie schnell wäre der Sendestart danach möglich?

Kleinrahm: Die Kapazitätszuweisung liegt natürlich nicht in unseren Händen, das kommt eben darauf an, dass die LfM eine Kapazität ausschreibt, auf die man sich dann bewerben kann. Das findet im Moment noch nicht statt. Letztlich lässt sich das erst absehen, wann es stattfindet. Meine Einschätzung ist, dass es in diesem Jahr nicht mehr klappen wird. Sollte die Kapazität zugewiesen sein, denke ich, dass wir den Sendebetrieb in sechs Monaten realisieren können.

radioWOCHE: Im Düsseldorfer Medienhafen ragt der hohe Rheinturm aus dem Boden, von dort werden die Hörfunk- und Fernsehprogramme digital für die Landeshauptstadt abgestrahlt. Mit jedem Meter eines Turmes steigt auch der Preis für die Anbringung der Sendeantennen, je höher umso teurer wird es. Ihr Unternehmen ist auf dem Düsseldorfer Hochplateau angesiedelt. Da bieten sich für „MEHR! Radio“ andere Möglichkeiten an? Strebt „MEHR! Radio“ den Sender selbst zu betreiben? Haben Sie schon einen besseren Standort als den Rheinturm gefunden?

Kleinrahm: Die beiden letzten Fragen: Ja und ja. Ich gehe jetzt genauer darauf ein. Ja, wir möchten nicht nur den Multiplex als Plattformbetreiber betreiben. Wir haben als Standort „Düsseldorf 4“ gewählt, der Funkturm befindet sich in Düsseldorf-Gerresheim. Der Turm gehört der DFMG Deutsche Funkturm.

radioWOCHE: Es gab schon einmal in Düsseldorf ein Stadtteilmagazin mit dem gleichen Namen, und es gibt Parallelen, denn Lutz Sonntag war damals auch schon dabei. Wird „Mehr!Radio“ zu einem neuen Stadtteilmagazin?

Kleinrahm: Lutz Sonntag ist einer der Gesellschafter von „MEHR! Radio“. Lutz Sonntag hat damals auch das Stadtteilmagazin „Mehr“ gemacht. Das gibt es aber nicht mehr.

radioWOCHE: Schaut man sich die Liste der Gesellschafter von „MEHR! Radio“ an, dann ist dabei der IT-Spezialist und erfahrene Freifunker Michel Theine-Dimt, die Hörfunkjournalisten Dirk Rosenberg und Sie, Stefan Kleinrahm, sowie Lutz Sonntag, der ebenfalls große redaktionelle Erfahrung hat, und Richard Zyla, der aus Werbeverkauf kommt. Haben sich die Gesellschafter ihren eigenen Radiosender bzw. Arbeitsplatz geschaffen?

Kleinrahm: Die Gesellschafter haben alle einen eigenen Arbeitsplatz, aber es schließt nicht aus, operativ tätig zu werden, wenn es den Sender mal gibt. Sie haben es gesagt, es gibt zwei, die aus dem Hörfunkjournalismus kommen, Dirk Rosenberg und ich. Auch Lutz Sonntag hat redaktionelle Erfahrung, und da werden einige auch operativ ihre Erfahrung einbringen bei dem Sender. Arbeitsplätze haben alle, Arbeitsplätze geschaffen haben wir uns mit dem Sender nicht.

radioWOCHE: Am Anfang müssen sie – glaube ich – die Kosten geringhalten und gleichzeitig den Sendebetrieb stemmen. Dann ist es ganz praktisch, wenn man selbst Erfahrung hat.

Kleinrahm: Richtig, das heißt die Gesellschafter arbeiten umsonst da, nicht gegen Lohn, und dadurch kann man das günstig halten.

radioWOCHE: Das Landesmediengesetz NRW enthält eine Experimentierklausel. Nach dem §10b dürfen in NRW „Pilotversuche zur Einführung und Weiterentwicklung digitaler terrestrischer Übertragungstechniken“ durchgeführt werden, des Weiteren enthält das LMG im § 30 auch eine Experimentierklausel. Je nach Paragraph ist die Dauer auf neun Monate bzw. drei Jahre beschränkt. Sehen sie darin eine Möglichkeit auf Sendung zu gehen, bevor die LfM NRW und das Land NRW mit dem DAB+-Selbstfindungsprozess fertig sind? Ein Small Scale DAB-Test gab es in NRW meines Wissens nach noch nicht?

Kleinrahm: Das ist eine gute Frage. Genau das haben wir der LfM auch angeboten. Bisher hält sich ihre Begeisterung dafür aber in Grenzen. Sie haben sich nicht geneigt gezeigt, diesen Piloten durchzuführen. Aber sie haben natürlich Recht, gerade was Small-Scale-DAB betrifft, gibt es in Nordrhein-Westfalen keine Erkenntnisse. Das würde sich anbieten, aber die LfM hält sich diesbezüglich noch zurück.

radioWOCHE: Wenn ich Ihnen etwas wünschen dürften, was wäre das? Was wünschen sie sich für das neue Radioprojekt?

Kleinrahm: Natürlich viele Hörer, wer Radio macht, möchte gern gehört werden und natürlich möglichst einen schnellen Start. Wir stehen in den Startlöchern, möchten am liebsten dieses Jahr loslegen, aber realistisch ist das nicht. Wenn Sie mir etwas wünschen können, dass wir schnell loslegen können.

http://www.radiowoche.de/mehr-radio-will-in-duesseldorf-dab-multiplex-betreiben/

RADIOSZENE.de, 26. Februar 2018

DAB+ Zukunft in NRW: Silberstreif am Horizont?

In Nordrhein-Westfalen erhielt der erste Veranstalter eine Zulassung für Digitalradio über DAB+. Die Düsseldorfer „Mehr Radio“-Gruppe wurde in der jüngsten Sitzung der Landesmedienkommission der LfM lizenziert. Ein Silberstreif am Radio-Horizont in punkio Vielfalt im Land an Rhein und Ruhr? Wohl erstmal nur ein ganz kleiner. Denn eine Zulassung erhalten, heisst im deutschen Medienrecht nun mal, den „Führerschein“ als Veranstalter zu besitzen. Über das „Auto“, die Frequenzzuweisung, sagt das noch nichts.

Für eine potentielle Zuweisung von DAB-Übertragungskapazitäten hat die NRW-Medienkommission erst jetzt die ersten Schritte eingeleitet. In ihrer Sitzung hat die Kommission beschlossen, ein Gutachten zur Digitalradio-Zukunft in NRW einzuholen, das das renommierte Unternehmen Goldmedia binnen zwei Monaten liefern soll.

Ausgehend von vier Modellen, die die neue Medienpolitikerin der LfM, Petra Gerlach, in der Sitzung vortrug, sollen Diskussionsgrundlagen für eine Klausursitzung der Kommission über DAB+ in NRW im Sommer entstehen. Die LfM will daraus dann eine Handlungsempfehlung für den Landtag entwickeln.

http://www.radioszene.de/118964/dab-nrw-digitalradio.html

Impressum

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Angaben gemäß § 5 TMG:

MEHR! Radio UG (haftungsbeschränkt)
Richard Zyla
Bergische Landstr . 291
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E-Mail: post@mehr-radio.de
Telefon: 0211-20973177

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Quelle: eRecht24